Ein Interview mit Henrik Klauser
Woher kennst du den Fechtsport?
Über Beiträge im Fernsehen, Ferienkurs usw.. Ich habe eine Fernseh-Reportage über Peter Joppich, Deutschland gesehen und war danach fasziniert vom Fechtsport. Zusätzliches Glück war, dass die Luzerner Fechter in meinem Schulhaus trainierten. Ich lernte gleich nette Kinder und Trainer*innen kennen.
Man sagt auch, das erfolgreiche Fechter während der aktiven Zeit (Wettkämpfe) regelmässig lektioniert werden. Weil alle Fechtbewegungen mit grösster Präzision, im richtigen Moment und im richtigen Tempo ausgeführt werden müssen. Das braucht sehr viel Übung. Was liebst du am Degenfechten?
Ich mag Einzelsportarten. Im Training und in den Turnieren schätze ich dennoch den Teamgeist. Die Kombination zwischen Präzision, Taktik und Schnelligkeit fasziniert mich.
Du hast auch schon bei jüngeren Fechtern jugiert. Was machst dir mehr Spass, selber fechten oder jugieren?
Jugieren gibt mir die Möglichkeit, das Fechten aus einem anderen Blickwinkel zu sehen und einige Beobachtungen in mein eigenes Fechten zu adaptieren. Ich übernehme gerne diese Verantwortung. Sobald ich 14 Jahre alt bin, möchte ich den Schiedsrichter-Kurs absolvieren, damit ich auch an grösseren Turnieren jugieren kann. Es ist für mich jedoch nach wie vor wichtig, dass ich 2 Mal wöchentlich trainiere. Viel Spass bereitet mir auch die Aufgabe als Assistenztrainer im Training der Jüngeren.
Du nimmst auch an Wettkämpfen teil. Auch erfolgreiche Fechter, die international Fechten, haben in ihrer Karriere einen Tiefpunkt, sie beenden den Wettkampf frühzeitig. Wie gehst du mit einer Niederlage um? Hast du jemand mit dem du über das Erlebnis sprechen kannst?
Niederlagen gehören zum Sport, aus denen kann man lernen. Eine Analyse mit den Trainern ist deshalb sehr hilfreich. Unterstützung erhalte ich durch Fechtkollegen, Trainern und Familie. Natürlich freue ich mich auch über gute Resultate.
Während der Corona-Krise sind alle Schulen und Sporthallen geschlossen. Treibst du Sport?
Ich halte mich fit mit verschiedenen sportlichen Betätigungen wie Velofahren, Joggen, Vita Parcours, Kraftübungen und Federball.
Was sind deine Ziele im Degenfechten?
Ich trainiere weiterhin 2 Mal wöchentlich. Bei Wettkämpfen mag ich besonders Teamfechten. Ein weiteres Ziel ist, mich persönlich als Assistenztrainer beim Nachwuchs weiter zu entwickeln. Ich gebe auch sehr gerne den Jüngsten meine Erfahrungen und Begeisterung dieser Sportart weiter.
Wenn du das Degenfechten Anderen vorstellen müsstest, die gar nicht wissen was das ist. Wie würdest du das machen?
Ich erzähle Ihnen einfache Regeln, einen Trainings- und Turnierablauf. Einmal wollte ein Kollege dies besser verstehen und er durfte ein Training zuschauen kommen.
Schaust du ab und zu auf unsere Webseite, wenn ja, was interessiert dich?
Ehrlich gesagt besuche ich nicht oft die Website. Als ich noch an vielen Turnieren teilnahm, waren natürlich die Ranglisten von Interesse sowie der Terminkalender. Ansonsten bin ich immer sehr gut informiert durch die Trainings.
Lieber Henrik ich danke dir, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast. Ich wünsche dir weiterhin viel Spass und Erfolg bei deinen Tätigkeiten.